© Alexander Englert
Lyriktreffen 2022 @ grafik schultz
Poesie und Sprechblase
Lyriktreffen Münster
Sehen Sie für bestimmte Wörter keine Verwendung mehr? Beim Lyriktreffen 2026 können Sie Ihren Wortballast im „Büro für überflüssige Worte“ abgeben und neue Wörter finden. Bei Dirk Hülstrunk im Büro, aber auch in unserer Ausstellung zu Poesie und Comic, den Lesezimmern und natürlich bei den großen Lyriklesungen im Theater Münster!
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In Kürze erscheinen an dieser Stelle die Teilnehmenden 2026.

Lyriktreffen Münster und Preis der Stadt Münster für Internationale Poesie

Seit 1979 zählt das Internationale Lyriktreffen Münster zu den bedeutendsten Foren für Gegenwartspoesie im deutschsprachigen Raum. Im zweijährigen Rhythmus wird das Festival vom Kulturamt der Stadt Münster und dem Literaturverein Münster e.V. ausgerichtet. Wie in den vergangenen Jahrzehnten lädt das Internationale Lyriktreffen auch 2026 herausragende lyrische Stimmen aus aller Welt nach Münster ein. Die Gäste des Festivals gehören regelmäßig zu den wichtigsten Autor:innen ihres Landes – vielfach ausgezeichnet mit renommierten Lyrik-, Literatur- und selbst Nobelpreisen.
Das Festival macht Lyrik als lebendige, mehrsprachige Kunstform erfahrbar. Besonderes Augenmerk liegt auf dem poetischen Zwiegespräch zwischen Original und Übersetzung: Die sprachliche Übertragung wird als präzise, verantwortungsvolle Arbeit an Bedeutung sichtbar gemacht. Übersetzen wird hier als demokratische Praxis verstanden: als Versuch, Erfahrungen, Gedanken und Wahrnehmungen zwischen Sprach- und Kulturräumen teilbar zu machen, ohne sie zu vereinfachen.
Am Sonntag erreicht mit der Verleihung des „Preises der Stadt Münster für Internationale Poesie“ das Festival seinen feierlichen Abschluss im Erbdrostenhof.



Dichterinnen und Dichter befassen sich mit Poesie und Sprechblase

Internationale Begegnung „Lyriktreffen 2026“ vom 3. bis zum 5. Juli

Die künstlerischen Leiterinnen Aurélie Maurin und Anja Utler haben für das Lyriktreffen 2026 das Motto „Poesie und Sprechblase“ gewählt. Die Figur der „Sprechblase“ wird das Festival inhaltlich wie medial begleiten. Das Lyriktreffen fragt zum einen nach den sprachlichen Möglichkeiten, die sich der Poesie in einer verstärkt von Floskeln, Phrasen und Parolen geprägten Zeit bieten. Zum anderen liegt ein besonderer Fokus auf der Beziehung zwischen Lyrik und Comic. In einem gemeinsamen Arbeitsprozess erkunden Dichter:innen und Comic-Künstler:innen das Verhältnis von Text, Sprechblase und Bild, von Verdichtung und visueller Setzung. Dabei wird bewusst an der Schnittstelle beider Gattungen experimentiert, um die Chancen der noch wenig entfalteten Kunstform „Poesiecomic“ besser kennenzulernen. Die Ergebnisse dieses künstlerischen Genretreffens werden in einer Ausstellung zu sehen sein, die zum Festivalauftakt eröffnet wird.
Mit dem interdisziplinären Ansatz der beiden Festivalleiterinnen werden zudem Räume für Reflexion und aktive Teilnahme geschaffen. Eigens eingerichtete „Lese­zimmer“ bieten Münsters Stadtgesellschaft die Möglichkeit, mit anderen Lesenden und Dichter:innen des Festivals über ihre Leseeindrücke zu sprechen. Welche Kraft liegt in der Beweglichkeit und Präzision poetischer Sprache, wenn die öffentliche Debatte sich zunehmend algorithmisch erzeugten Sprachmustern beugt?

Aktuelles UND Historisches



Ausstellung Poesiecomic. Ein Genretreffen

3. bis 24. Juli 2026 in der Stadthausgalerie Münster
sowie im Herbst 2026 im Literarischen Colloquium Berlin.

Ein besonderer Akzent liegt bei der diesjährigen Ausgabe des Lyriktreffens auf dem Zusammenspiel von Poesie und Comic. In einer Ausstellung und einem gemeinsamen Arbeitsprozess erkunden Dichter:innen und Comic-Künstler:innen das Verhältnis von Text, Sprechblase und Bild, von Verdichtung und visueller Setzung. Dabei wird bewusst an der Schnittstelle beider Gattungen experimentiert, um die Chancen der noch wenig entfalteten Kunstform „Poesiecomic“ besser kennenzulernen. Einen erfolgreichen Vorläufer gab es bereits in der Festivalausgabe 2024 in Form eines Workshops, in dem die Verbindung von Lyrik und Comic erstmals praktisch erprobt wurde.


Von Wort, Bild und dem Dreh dazwischen: Angélia Freitas Kürzesttexte hören immer neue Stimmen in den selben Bildern, Jörg Hartmanns Zeichnungen lassen die Worte unverhoffte Haken schlagen.

Official Aftermovie 2024

Diverse Locations bei schönstem Sonnenschein im Mai – eine Studentin der Universität Münster hat das Lyriktreffen 2024 im Auftrag filmisch begleitet.

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Mehr Informationen

Poesie und Alltag in Münster – ein fotografischer Rückblick

Hier kommt ein Rückblick in Bildern vom Internationalen Lyriktreffen, das am 12. Mai 2024  feierlich zu Ende ging. Wir haben Eindrücke des poetischen Alltags für Sie festgehalten – mit großem Dank an alle Teilnehmenden für diese intensiven Tage, die immer noch nachwirken.

Das Lyriktreffen 2024 war herausragend!

Das Warten auf das diesjährige Lyriktreffen hat sich wahrlich gelohnt. Vom 10. bis 13. Mai wurde Münster wieder zum Zentrum einer Kunstform, die allen zugänglich ist: der Gegenwarts­poesie. Lesungen, Gespräche, Werkstatt­berichte und poetische Begegnungen führten Lyrikerinnen und Lyriker im Kleinen Haus des Theaters Münster und auf der Studiobühne der Universität Münster zusammen. Unter dem Motto „Poesie und Alltag“ begeisterten internationale Dichter:innen und junge Talente.
Auch 2024 fand abschließend wieder die Verleihung des Preises der Stadt Münster für Internationale Poesie statt, der zu gleichen Teilen ein herausragendes lyrisches Werk und dessen Übersetzung ehrt.

Nobelpreis für Literatur 2023 geht an Münsters Poesiepreisträger Jon Fosse

Der norwegische Dichter Jon Fosse wird mit dem Nobelpreis für Literatur 2023 ausgezeichnet. In Münster war er im Jahr 2017 zu Gast: Gemeinsam mit seinem Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel erhielt er im Erbdrostenhof den Preis der Stadt Münster für Internationale Poesie. Die Jury des münsterschen Preises zeichnete die beiden für den Gedichtband "Diese unerklärliche Stille" aus, den der münstersche Verleger Josef Kleinheinrich herausgegeben hat. Die Jury erklärte damals in ihrer Begründung, sie würdige mit Fosse "eine eigenständige poetische Stimme, die auf einem ungewohnt konzentrierten Umgang mit Sprache innerhalb einer von Sprachflut, Wortreizen und Darstellungsverführungen durchzogenen Moderne beharrt". Der Preis der Stadt Münster für Internationale Poesie 2017 wurde beim 20. Lyriktreffen Münster vergeben. Fosse gilt als einer der wichtigsten europäischen Schriftsteller. Den Nobelpreis erhält er „für seine innovativen Stücke und Prosa“, die „dem Unsagbaren eine Stimme geben“, heißt es in der Begründung des Nobel-Komitees in Stockholm.

Poesie und Pathos | 2022

Bis zum Lyriktreffen 2024 sorgten drei digitale Sammlungen für die nötige Dosis Poesie! Es wurde das Verhältnis von Pathos und Lyrik intensiv unter die Lupe genommen. Gemeinsam sind Lyrikerinnen und Lyriker sowie Münsteranerinnen und Münsteraner auf Spurensuche gegangen.

Daraus entstanden ist die Sammlung 10 Takes on Pathos. Zehn Dichterinnen und Dichter, Übersetzerinnen und Übersetzer gaben Statements zu ihrem persönlichen Verhältnis zu Pathos ab. Videobotschaften und Audioaufnahmen sind zu einer pathetischen Bestandsaufnahme herangewachsen. Acht Pathos-Postkarten waren außerdem durch die Stadt unterwegs und haben zum lyrischen Dialog aufgerufen. Eine Auswahl aus den zahlreichen Einsendungen von Lieblings-Pathos- oder Antipathos-Gedichten ist in der Pathosgalerie zu finden. Die Sammlung Pathos übersetzen! gibt Impulse zum Thema Pathos und Übersetzung, die in einem Live-Workshop während des Lyriktreffens 2022 entstanden sind.

Das Lyriktreffen im Film aus 2013

Der rund achtminütige Film vermittelt einen Einblick in die Facetten und Besonderheiten des Lyriktreffens und des noch jungen Rahmenprogramms „Poetry“.
Zum Film...

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Mehr Informationen
Produktion / Infos
Produktion: Katarzyna Salski
ZIV Servicepunkt Film der WWU Münster
fettepolarelipide filme
im Auftrag des Kulturamts der Stadt Münster, 2013
Länge: 8:38 Minuten
Redaktion: Katarzyna Salski, Frauke Schnell, Andreas Ermeling
Kamera: Katarzyna Salski, Mark Lorei, Simon Stücker, Olaf Glaser, Dr. Till Rauterberg
Schnitt: Katarzyna Salski
Musik: Nils Holthaus
Sprecher: Marian Heuser