Ausstellung
PoesieComic. Eine Begegnung
Wo treffen sich Bleistifte und Worte, Verse und Sprechblasen?
Beim Lyriktreffen finden Poesie und Comic erneut zueinander!
Wir haben das Format, das mit dem Lyriktreffen 2024 als kleines kooperatives Experiment gestartet wurde, weiterentwickelt und auf die nächste Stufe gehoben. Vergleichbar dem mittlerweile etablierten „Poetry Film“, wird ein neues Genre ins Leben gerufen: PoesieComic! Dazu haben wir erneut Comicautor:innen und Dichter:innen nach Münster eingeladen, um in einem mehrtägigen Labor beide Kunstformen in Dialog zu bringen. Einblicke in die Kooperation wird es auf der großen Bühne geben, vor allem aber erfahren die entstandenen Arbeiten eine umfassende Präsentation in der Stadthausgalerie Münster. Die Ausstellung PoesieComic. Eine Begegnung wird zum Auftakt des Lyriktreffens eröffnet und wandert im Herbst dann weiter ins Literarische Colloquium Berlin. Für Münster hat sich der Literaturwissenschaftler und Kulturpoetologe Moritz Baßler bereit erklärt, die Premiere dieser neuen Form mit interessiertem und zugewandtem Blick zu begleiten. Einen wichtigen Impuls hat dem diesjährigen Poesie-Comic-Projekt dabei die poetische Tradition geschenkt: Von Ingeborg Bachmanns Gedicht „Reklame“ mit seinem besänftigenden Säuseln „ohne sorge sei ohne sorge“ geht durch die Omnipräsenz medialer, digitaler und kriegerisch aufgerüsteter Sprechblasen heute eine neue Energie aus. Die große Dichterin scheint in ihrem Jubiläumsjahr dem Lyriktreffen einen Wink zu geben – einen Funken, der beide Kunstformen füreinander entflammen lässt.
Von Wort, Bild und dem Dreh dazwischen:
Aus dem PoesieComic-Workshop 2024 (© Hartmann / Freitas)