Dirk Hülstrunk
Dirk Hülstrunk, geboren 1964 in Frankfurt am Main, lebt und arbeitet als freier Autor, Sound Poet, Audiokünstler, Dozent und Kulturaktivist in Frankfurt. Beeinflusst von Fluxus, Dada, Konkreter Poesie, Gertrude Stein und elektronischer Musik, bewegen sich seine Arbeiten häufig zwischen Medien und Gattungen. Seit 2015 betreibt er das Büro für Überflüssige Worte als mobile poetische Büroinstallation im öffentlichen Raum. Kathrin Schwedler schrieb 2020 über seinen Band den fehler wiederholen: „Hülstrunk stößt mit seinen Operationen am offenen Wort lässig und mit inhaltlicher Bodenhaftung beim Rezipienten swingendes Kopftheater an.“ 2025 erschien When Repetition Stops, You Are Dead, ein zweisprachiger Gedichtband (dt./engl.), bei Corona-Samizdat in Izola, Slowenien.
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Aus: Dirk Hülstrunk. when repetition stops you are dead, Corona-Samizdat Publishing, Izola 2025
© Dirk Hülstrunk
Für das Lyriktreffen 2026 öffnet der Frankfurter Dichter und Multimediakünstler Dirk Hülstrunk sein „Büro für überflüssige Worte“. Als mobile „poetisch-bürokratische Installation“ hat sich Hülstrunks Büro einen geradezu legendären Ruf erarbeitet, nimmt es doch alles entgegen, dem man im eigenen Kopf lieber nicht mehr begegnen will: „aufgeblasene, bürokratische, diskriminierende, nervige, sperrige, umständliche, unverständliche Wörter, Füllwörter, Modewörter oder einfach unschöne Wörter“. Als „poetisch-bürokratische Installation“ nur komplett mit Stempel, gratis Ersatzwort und „ökologisch-künstlerischem Recycling“, ist Dirk Hülstrunks Büro vor allem eines: eine Einladung zu Gespräch und Spiel, zum gemeinsamen Nachdenken über Sprache, deren Macht und Ohnmacht. Und sobald das Büro die Läden schließt, verwandelt es sich und verhilft dem Unerwünschten zu einem frischen Auftritt als Poesie. Um eine Performance von Dirk Hülstrunk zu zitieren: „eigentlich alternativlos“.

