James Noël

James Noël, geboren 1978 in Hinche, Haiti, schreibt auf Französisch und Kreolisch. Sein Gedicht Bon nouvèl, vertont von Wooly Saint-Louis Jean, brachte ihm früh breite Aufmerk­samkeit. Seitdem veröffent­lichte er zahlr­eiche Lyrik­bände sowie einen Roman. Auf Deutsch erschienen die zweivsprachige Gedicht­auswahl Die größte der Raub­katzen (Litradukt, 2018) und der Roman Was für ein Wunder (Litradukt, 2020), der mit dem Inter­nationalen Literatur­preis des Hauses der Kulturen der Welt Berlin ausgezeichnet wurde. Im Sommer 2026 erscheint sein neuer Gedicht­band Paons (Pfauen) in der Über­setzung von Rike Bolte ebenfalls bei Litradukt. Noël ist Gründer von Passagers des Vents, einem Künstler- und Schriftsteller­residenz­programm in Haiti, und war 2012 Stipendiat der Villa Medici in Rom. Heike Geißler schrieb in der Jury­begründung: „Was für ein Wunder zeigt sich in jedem Wort als Insistieren auf Poesie, Liebe und Selbstbehauptung.“


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Le monde est à l‘arrêt

soyons maintenant cardiaques

définitivement

cardiaques

Die Welt steht still

lasst uns jetzt herzkrank werden

endgültig

herzkrank werden

Übersetzt von Rike Bolte
Aus: James Noël, Paons, Au Diable Vauvert, 2026x



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