Abdalrahman Alqalaq
Abdalrahman Alqalaq, 1997 in Damaskus geboren, ist palästinen­sischer Schriftsteller, Lyriker und Performance­künstler. Er studierte Kultur­wissen­schaften und ästhetische Praxis mit Schwer­punkt Theater sowie Kultur­politik im inter­nationalen Vergleich in Hildes­heim und Rabat. 2022 erschien sein Lyrik­debüt vierund­zwanzig auf Arabisch im Elles Publishing House in Kairo. Mit Übergangsritus folgte 2024 sein erstes deutschsprachiges Buch im Wallstein Verlag, das in die Litprom-Bestenliste Weltempfänger 65 sowie in die Lyrik-Empfehlungen 2025 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen wurde. Sam Zamrik schreibt darin: „Alqalaqs poetische Texte zeigen mit raffinierter Ironie eine kritische Stimme, die ihre Position gegenüber dem weißen Europa verhandelt und Heimatbegriffe dekonstruiert. (...) Der Band (...) ist ein Zeugnis für Stilgefühl und Bewusstheit der zeitgenössischen Exilliteratur.“ Zuletzt wurde sein Theaterstück Absentee Law für das Festival Körber Studio Junge Regie 2026 nominiert.
Leichtsinnig, wer glaubt, sein Herz sei hart
und es unter grobem Wollstoff versteckt
bis ihn der Rost der Zuversicht auffrisst.
Aus: Abdalrahman Alqalaq. Übergangsritus. Gedichte und Prosa.
Aus dem Arabischen von Günther Ort, Wallstein, Göttingen 2024

