Christian Lehnert
Christian Lehnert, geboren 1969 in Dresden, ist Dichter und Theologe. Er verweigerte in der DDR den Wehr­dienst mit der Waffe und studierte später Theologie und Orienta­listik in Leipzig, Berlin und Jerusalem. Acht Gedicht­bücher und vier Prosa­bände erschienen im Suhr­kamp Verlag, zuletzt: Das Haus und das Lamm. Fliegende Blätter zur Apoka­lypse des Johannes (2023) und opus 8. Im Flecht­werk, Gedichte (2022). „Lehnerts Frömmig­keit ist seine dichterische Ausdrucks­kraft. Seine Gedichte sind Choräle, die das Leben in all seinen Erscheinungs­formen feiern. Trotz der strengen Form wirken sie schlicht und einfach und sind gerade dadurch schön,“ so Jörg Magenau dazu in der Süd­deutschen Zeitung. 2012 erhielt Christian Lehnert den Hölty-Preis für sein lyrisches Gesamt­werk, 2016 den Eichen­dorff-Literatur­preis und 2025 den Friedrich-Hölderlin-Preis.
Die Stimme pocht im Weißdorn / sie wird schwer
Wie Eistau / flattert schwach. Ein Fremdes singt
Von Fremde / die kein Fallender durchschaut /
Solange er sich noch gehalten glaubt
unpubliziert

